Am Neckarlauer bereitet die Verkehrssituation weiterhin große Sorgen. Das betrifft sowohl den ruhenden als auch den fließenden Verkehr.

Bei einer 12-stündigen Geschwindigkeitsmessungen am 20. August 2012 wurden insgesamt 5.237 Fahrzeuge erfasst, 3.769 davon in Richtung Neckarsteinach und 1.468 in Richtung Eberbach. Diese Verteilung entspricht den Erwartungen durch die Umleitung am Tunnel. Geblitzt wurden nur Fahrzeuge, die trotz eines Toleranzabzugs die maximal zulässigen 30 km/h überschritten. Fahrzeuge, die nur geringfügig zu schnell waren, sind in den nachfolgenden Zahlen nicht erfasst.

Insgesamt wurden 382 Verstöße verfolgt, von denen immerhin 27 so schnell waren, dass nicht nur ein Verwarngeld auf sie zukommt, sondern ein Bußgeldverfahren wartet. Zwei weitere Fahrer, die mit 64 bzw. 65 km/h gemessen wurden, müssen wohl für einige Zeit auf Ihren Führerschein verzichten. Insgesamt waren 7,3 % der Fahrzeuge auch nach Abzug der Toleranz zu schnell.

Da man davon ausgehen muss, dass ein Teil der Fahrzeugführer verbotenerweise gewarnt wurden, muss davon ausgegangen werden, dass sich an normalen Tagen deutlich über 10 % der Fahrzeuge zu schnell bewegen. Bürgermeister Rainer Sens hat daher den für Hirschhorn zuständigen Ordnungswidrigkeitenbezirk Neckarsteinach darum gebeten, die Messung auch mit Hilfe einer besser getarnten Handmesseinrichtung in den nächsten Wochen mehrfach zu wiederholen.

Zu Beginn des neuen Schuljahres werden mit der Handmesseinrichtung auch wieder verstärkt die Schulwege in Hirschhorn kontrolliert – auch in der Fußgängerzone und in verkehrsberuhigten Bereichen wie am Kindergarten.

 

Ein anderes Ärgernis am Neckarlauer sind Fahrzeuge, die trotz Halteverbots parken. Das gilt sowohl für Halteverbote, die anlässlich der Straßenpflege entlang der Stadtmauer aufgestellt werden als auch für solche, die verkehrsgefährdend und verbotswidrig entlang des Neckars parken. Wer durch falsches Parken einen Unfall mitverursacht, kann dafür auch finanziell in die Haftung genommen werden. Immer wieder kann man kritische Situationen auch für Fußgänger beobachten, die sich zwischen fahrenden und parkenden Autos bewegen müssen. Das gilt auch für das Parken an den Bushaltestellen, das grundsätzlich verboten ist.

Immer wieder erreichen die Stadt Wünsche nach mehr Sauberkeit. Mit Umstellungen im Bauhof soll diesem Wunsch in Zukunft mehr Rechnung getragen werden. Andererseits ignorieren Bürgerinnen und Bürger diese Bemühungen, zum Beispiel indem sie trotz tagelang vorher angekündigten Halteverbots entlang der Stadtmauer parken. In unmittelbarer Nähe zu den Fahrzeugen kann das Unkraut nicht entfernt werden.

Da in Hirschhorn zumindest außerhalb von Großveranstaltungen mehr als genügend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung stehen, muss man wohl von Bequemlichkeit der Fahrzeugnutzer ausgehen. Auf die Fahrzeughalter, die heute (27. August) verbotswidrig parkten, wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zukommen, künftig wird nach Abwägung der Umstände auch auf Kosten des Halters abgeschleppt.

2 Antworten auf Verkehrssituation am Neckarlauer Hirschhorn

  • Ralf Bißdorf, Hermannsgasse 8 sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,
    was ich schon seit längerem bemängele, ist das Parken von großräumigen Fahrzeugen, wie Wohnmobile, Transporter, usw. Wenn man neben solchen großräumigen Fahrzeugen parkt, kann man sich nur noch „blind aus den Parkplätzen raustasten“. Trotz größter Vorsicht beim Ausparken kommt es immer wieder zu prenzligen Situationen, da kaum ein Autofahrer anhält um die Ausparker rauszulassen. Rückwärts ausparken in Richtung Neckarbrücke ist sowieso kaum noch möglich, da hier der umgeleitete Verkehr verstärkt fährt.
    Auch Eltern mit Kinderwagen müssen auf die Uferstraße ausweichen um an diesen großräumigen Fahrzeugen vorbei zu kommen.
    Die Halter dieser Fahrzeuge sollten darauf aufmerksam gemacht werden dass andere, größere Parkplätze im Stadtbereich für ihre Fahrzeuge die Verkehrssicherheit an der Uferstraße erheblich verbessern würden. Es handelt sich hierbei fast immer um die gleichen Fahrzeuge. Auf jeden Fall wäre hier Abhilfe erforderlich bevor es zu Unfallen auch mit Personenschaden kommt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Bißdorf

    • Rainer Sens sagt:

      Danke für den Beitrag. Das entspricht auch unseren Beobachtungen. Rechtlich ist hier außer einem Apell an die Besitzer größerer Fahrzeuge und der Bitte um Rücksichtnahme nicht viel zu machen. Die Umleitung durch die einseitige Tunnelsperrung ist sicher eine Belastung – allerdings von der Stadt Hirschhorn nicht beeinflussbar. (RS)

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