Der Artikel „Nachtragsetat im Hauptausschuss“ in der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Ausgabe Eberbach) vom 4. Dezember 2012 hat uns sehr verwundert, legt er doch dem Leser nahe, dass im Haushalt der Stadt Hirschhorn ein ungeplanter Fehlbedarf in Höhe von 900.000 Euro aufgetaucht sei. Dies ist falsch.

Im Gegenteil fällt das Defizit für das Jahr 2012 aller Voraussicht nach geringer aus als geplant, was sowohl an höheren Einnahmen als auch an der Haushaltsdisziplin der Verwaltung liegt. Die Kassenkreditlinie von 6,5 Mio. Euro wird nicht annähernd erreicht und liegt seit dem Sommer unverändert bei rund 5,5 Mio. Euro.

Bei dem Nachtragshaushalt handelt es sich ausschließlich um eine Satzung, die der Umschuldung von Kassenkrediten auf langfristige Investitionsdarlehen dient. In dem Maße wie Investitionsdarlehen aufgenommen werden, wird gleichzeitig auch die Kassenkreditlinie gesenkt. Es handelt sich daher – und das wäre auch aus den der Redaktion vorliegenden Ausschussunterlagen leicht zu ersehen gewesen – keinesfalls um neue Schulden oder gar eine Finanzierungslücke, sondern um eine vernünftige und an einer langfristigen Strategie ausgerichtete Umschuldung in Zeiten günstiger Zinsen.

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