In ihrer Ausgabe vom 30. März 2013 berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ), Ausgabe Eberbach, über den geplanten Haushalt 2013 für die Stadt Hirschhorn. Die Darstellung ist formal korrekt, hat aber bereits bei einigen Lesern dadurch für Missverständnisse gesorgt, dass Ist-Zahlen aus 2012 mit Planzahlen für 2013 verglichen werden.

So scheint es, dass die für 2013 geplante Neuverschuldung mit rund 680 T€ höher ausfallen soll als für 2012 mit rund 445 T€. Das ist nicht so: für 2012 waren knapp 1,5 Mio. € geplant – tatsächlich belief sich der Fehlbetrag erfreulicherweise „nur“ auf 445 T€ dadurch, dass höhere Gewerbesteuereinnahmen erzielt wurden und gleichzeitig die Verwaltung besonders sparsam gewirtschaftet hat. Vergleichbar wären in diesem Falle die Ansätze 1,5 Mio. € für 2012 und 680 T€ für 2013 – also eine drastische Reduzierung der Neuverschuldung.

Dass der Ansatz für 2013 höher ausfällt als das Ergebnis für 2012 ist einer vorsichtigen Veranschlagung geschuldet. Die Verwaltung hat den Ehrgeiz, auch dieses Ansatz wieder deutlich zu unterschreiten.

Ebenso sind alle weiteren Zahlen zu interpretieren, wo Ergebnisse mit vorsichtigen Schätzungen gegenüber gestellt werden.

Was gar nicht werwähnt wird: Die Verbindlichkeiten sinken von 11,4 auf 8,4 Mio. € und die Pro-Kopf-Verschuldung von 3.146 € auf 2.336 € durch den Schutzschirm. Sparen lohnt sich also.

Und: mit dem neuen Haushalt werden die Steuern anders als die Aufstellung vermuten lässt, NICHT angehoben. Darüber hatten die Stadtverordneten bereits im Dezember 2012 abgestimmt und die Erhöhungen sind dem entsprechend bereits zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Der neue Haushalt bringt keine nochmaligen Steuererhöhungen gegenüber den Beschlüssen vom 12. Dezember 2012.

(Verdeutlichende Ergänzungen vom 3. April 2013 kursiv gekennzeichnet.)

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