Hinweis: Aktuelle Berichte finden Sie jeweils auf der Facebook-Seite der Stadt Hirschhorn.

Die Hochwasserlage in Hirschhorn ist nach wie vor ungewöhnlich für die Jahreszeit. Immerhin sinkt der Pegel in Gundelsheim und in Rockenau ist der Wasserstand stabil. Die Vorhersage sagt für die kommende Nacht und den Montag einen schnellen und deutlichen Rückgang voraus. Demnach ist aber frühestens für Dienstag ein Absinken unter die Hochwassermarke I wahrscheinlich. Anschließend muss noch die Straße gereinigt werden.

NOCHMALS die ausdrückliche WARNUNG: Bitte gehen Sie an keiner Stelle in das Hochwasser. Auch ruhiges Wasser hat seine Tücken, durch das Hochwasser können Kanaldeckel hochgedrückt worden sein. Tückische Strömungen und Wirbel sind überall möglich. Auch in seichtem Wasser kann man stolpern und durch die Strömung leicht weggetragen werden. Dies gilt besonders für Kinder. Eltern werden aufgefordert, Ihre Kinder nicht in das Wasser zu lassen. Bitte kommen Sie Ihrer Aufsichtspflicht nach, es dient der Sicherheit der Kinder.

Die Verkehrsregeln gelten selbstverständlich weiter – auch die Umleitungen. Bitte fahren Sie morgen früh rechtzeitig los. Organisieren Sie Fahrgemeinschaften von der jeweils anderen Seite der Fußgängerzone aus. Für Bewohner der Altstadt und andere mit berechtigten Anliegen (Gehbehinderte, Pflegedienst u.ä.) haben wir Verständnis – eine Abkürzung auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder Kindergarten gehört aber nicht zu den guten Gründen für eine Altstadtdurchfahrt! Die Situation ist lange genug bekannt und jeder kann sich darauf einstellen.

ALLEN Helfern an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank für ihren Einsatz. Um ca. 19 Uhr heute wird mit Einsetzen des sinkenden Wassers die Einsatzzentrale auf dem Freien Platz aufgelöst und ins Feuerwehrhaus verlegt. Die Feuerwehr ist dann über den Notruf erreichbar.

Wegen des Wassers im Keller, der auch die Kanalisation betrifft, bleibt das Rathaus morgen, Montag 3. Juni 2013, für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter werden gebeten, in geeigneter Kleidung zum Dienst zu kommen und sich an den Aufräumarbeiten zu beteiligen. Ein Notfalldienst, der in erster Linie für Hochwasserbetroffene gedacht ist, wird einrichtet.

2 Antworten auf Zwischenbericht am Sonntagabend

  • Peter Seitz sagt:

    Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Hochwassereignisse über die Pegelmeldungen der vorausgehenden Staustufen mit vielen Stunden Vorlauf abschätzbar sind, ist es bemerkenswert, wie kläglich die entsprechenden Organe versagt haben:

    ->Die Bauleitung war nicht imstande, zumindest den einspurigen Ampelbetrieb im Tunnel einzurichten. Angeblich ist die Strecke beidseitig nicht befahrbar, jedoch bewegen sich auf dieser Strecke kontinuierlich Baustellenfahrzeuge, so dass zumindest provisorisch mit Stahlplatten eine im Schrittempo befahrbare Oberfläche herstellbar gewesen wäre. Unter Berücksichtigung sich das bauunternehmen seit Monaten auf einen solchen Fall hätte einrichten können, ist dieser Umstand als fahrlässig einzustufen. Bei Bauprojekten dieser Art ist die Garantie einer befahrbaren Strecke zusammen mit einer Konventionalstrafe im Vertrag eigentlich üblich.

    ->Der Bürgermeister fertigt Fotos von durch die Fußgängerzone fahrenden PKW an, als hätte er keine bedeutenderen Aufgaben. Die Freigabe der Fußgängerzone zumindest für ortsansässige Bürger wurde nicht in Erwägung gezogen.

    ->Eine Verlegung der Schaltkästen zur Vermeidung flächendeckender Telefonausfälle in Ersheim wird ebenfalls nicht realisiert, obwohl diese regelmäßig auftreten.

    ->Letztlich wäre auch zu überlegen, die Uferstraße hochzulegen, um zumindest in der Mehrzahl der Fälle eine Befahrbarkeit sicher zu stellen. Eine Höherlegung um 1,5m wäre ausreichend, in 90% der Fälle die Befahrbarkeit bei Hochwasser sicher zu stellen.

    ->Obwohl die Fahrbahn bewreits gestern Abend nicht mehr mit Wasser bedeckt war, ziehen sich die Aufräumarbeiten bis heute.

    Nicht auszudenken, welche Zustände z.B. bei einem Atomunfall herrschen würden, wenn schon bei vorhersehbaren Ereignissen eine solch katastrophale Abwicklung erfolgt!

    • Rainer Sens sagt:

      Sehr geehrter Herr Seitz,

      Ihre Meinungsäußerung verdient eine kurze Antwort:
      – Über die „Leistung“ von Hessen Mobil kann es keine zwei Meinungen geben. Beschwerden sind übrigens unter http://www.hsvv.hessen.de/irj/HSVV_Internet?cid=c1e0b8b5ce0108f5a47bab209691195b möglich.
      – Ich halte die Sicherheit von Fußgängern, insbesondere von Kindern und Senioren, für eine durchaus bedeutende Aufgabe. Und in Abwägung von Rechtsgütern ist die körperliche Unversehrtheit von Kindern dem Wunsch nach einer Abkürzung durch die Fußgängerzone weit überlegen. Ebenso ist die Information der Bevölkerung eine wichtige Aufgabe gerade in Krisen. Das Aufnehmen und Hochladen eines Fotos, das mehr sagt als 1000 Worte, ist von einem Ort, an dem ich ohnehin im Einsatz bin, eine Sache von weniger als einer Minute, bedeutet aber für die Nutzer eine echte Information zur Lage. Außerdem stelle ich fest, dass dadurch keine andere Aufgabe liegengeblieben ist. Es ist alles gemäß Hochwasserplan gelaufen bzw. bei Abweichungen besprochen und bewusst geändert worden.
      – Die Freigabe der Fußgängerzone wurde durchaus in Erwägung gezogen und wurde bei berechtigten Anliegen (dringende Arzbesuche, Notfallfahrten u.ä.) bereits praktiziert. Allein das war schon eine Ermessenssache. Eine völlige Freigabe (und eine Unterscheidung zwischen Hirschhornern, die keine Anwohner sind, und Auswärtigen wäre rechtlich nicht zulässig) dürfte aber für jeden Verständigen nicht die Lösung sein.
      – Die Telefonnetze sind privatisiert. Hier sind die Eigentümer in der Pflicht. Zumindest in der Pflicht, ggf. bei der Feuerwehr Sandsäcke zu holen oder um Hilfe zu bitten. Bitte wenden Sie sich wegen dieser Versäumnisse an Ihre Telefonfirma. Die Gewinne werden privatisiert, in Notfällen soll aber die Stadt aufwändig Hilfe leisten ohne dass eine Eigenleistung erbracht wird? Übrigens: ich bin mit der Telekom in Kontakt und setze mich als freiwillige Leistung für die Ersheimer ein.
      – Die Erhöhung der Straße steht seitens der Stadt nicht zur Diskussion. Dabei wären auch der Denkmalschutz und andere Stellen einzubeziehen. Grundsätzlich ist die Uferstraße aber Landesstraße. Bitte wenden Sie sich deshalb dazu an Hessen Mobil (Link s. o.)
      – Die Einsatzkräfte waren gestern den ganzen Tag im Einsatz und hatten sich am Abend ihre Ruhezeit redlich verdient. Wir sind ja schließlich keine Großstadt, in der Hundertschaften im Schichtdienst arbeiten können. Seit heute Morgen wird fleißig gesäubert und vor allem das Treibgut gesichert. Ich bin sicher, dass ein großer Teil der Leute, die jetzt die vorzeitige Freigabe der Uferstraße fordern, keine Sekunde zögern würde, die Stadt zu verklagen, wenn ihr Fahrzeug durch (ungesichertes) Treibgut beschädigt würde.
      Zu Ihrem Schlusssatz: Sie sprechen mir aus der Seele. Wenn uns schon ein Hochwasser vor Augen führt, dass wir gegen die Urgewalten der Natur selbst mit unserer Technik oft nur demütig zuschauen können, wie unverantwortlich ist dann die Atomtechnik? Deshalb bin ich ein großer Befürworter des Atomausstiegs und hätte ihn mir schon viel früher gewünscht.
      Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag
      Ihr Rainer Sens
      Bürgermeister

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