Nachdem bereits durch mehrere Fotos auf Facebook ein erster Bericht gegeben wurde, hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Lage in Hirschhorn ist außergewöhnlich, aber nicht chaotisch. Es herrscht aufmerksame Ruhe, denn es ist noch nicht abzusehen, wie weit das Wasser noch steigt oder gar wieder sinken wird (http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/cgi/peg_info.pl?id=9019). Der aktuelle Stand liegt bei knapp 7 Metern, die Prognose deutet auf knapp 8 Meter. Die Hochwassermarke 3, die anzeigt, wie hoch das Wasser durchschnittlich alle 10 Jahre mal steigt (HW10) liegt bei 7,48 m und wird möglicherweise am frühen Sonntagmorgen erreicht.

Alle Maßnahmen gemäß Hochwasserplan sind durchgeführt bzw. bei höherem Wasserstand vorbereitet. Die technische Einsatzleitung hat die Feuerwehr planmäßig bei 6,5 m Pegel übernommen und eine ständige Einsatzzentrale auf dem Freien Platz eingerichtet. Diese leistet im Moment in erster Linie Wachdienste, die Mannschaften in Hirschhorn und Langenthal sind in Bereitschaft. Ebenso sind DLRG, Bauhof und ein Teil der Verwaltung in Bereitschaft.

Das Wasser steht entlang des gesamten Ufers, schwappt auf den Marktplatz und in die Grabengasse und hat die Neckarpromenade bis zur Mauer vor der evangelischen Kirche geflutet. Vom Laxbach her ist das Wasser auf den Château-Landon-Platz gelaufen. Auch am Alten Weg bei der Moschee heißt es seit heute morgen „Land unter“.

Der Verkehr hat sich inzwischen beruhigt. Das liegt zum einen daran, dass der Bauhof gestern nochmals die unglückliche Beschilderung von Hessen Mobil in Eberbach besser positioniert hat und teilweise ergänzt hat, teilweise auch daran, dass auch in Eberbach Straßen gesperrt sind. Zwei Baken am südlichen Eingang der Fußgängerzone machen Auswärtigen klar, dass man hier nicht einfach so weiter kommt – ebenso das Zeichen „Verbot der Einfahrt“ am nördlichen Ende.

Für Hirschhorner mit einem berechtigten Anliegen (also nicht die nur Bequemen und Lauffaulen) wird der Verkehr aber „nicht päpstlicher als der Papst“ gestaltet. Dies hat sich bewährt.

Unsere Gedanken sind auch bei denen, deren Privathaus vom Hochwasser bedroht ist. Bitte informieren Sie sich über den aktuellen Stand. Falls Sie hilfe benötigen, melden Sie sich bitte bei der Einsatzleitung auf dem Freien Platz. Eine „Rundum-sorglos-Garantie“ kann Ihnen niemand geben, aber wir tun, was wir können.

Nochmals ein herzlicher Dank allen, die ehrenamtlich, freiwillig oder in Familien- oder Nachbarschaftshilfe im Einsatz sind/waren/sein werden. Wir sind Hirschhorn.

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