So wie es in dem Kinderlied von Rolf Zuckowski beschrieben wird, erleben wir den Alltag im Kindergarten. Gleich nach dem wir unsere Schulanfänger aus dem Kindergarten entlassen haben, standen auch schon die zukünftigen Schulanfänger in den Startlöchern. Nicht nur unser Großen sind älter geworden und suchen nach neuen Herausforderungen, sondern auch die  Kinder aus der Krippe sind aus ihrem noch sehr beschützten Umfeld herausgewachsen und wollen auf Entdeckungsreise gehen. Sie sind „Groß“ geworden.
… man hält sie fest und lässt sie gehn, denn was geschehen muss, muss geschehn.
Niemand kommt zur Ruh, man lernt sein Leben lang dazu.
Wir hatten unsre Zeit mit dir, jetzt darfst du gehen, wir bleiben hier.
Die hohe Motivation der Kinder, sich auf einen neuen Lebensalltag im Kindergarten einzustellen, waren Grund genug für uns mit den Kindern das“ Wechselfest“ zu feiern. Die ältesten Kinder wechselten in die Maxi-Gruppe, die Kinder ab 3 Jahren wechselten in die Gelbe-Gruppe und die Kinder aus der Krippe  in die Blaue-Gruppe, in der speziell das  Raumkonzept  auf die Altersgruppe  2-3 Jährige entwickelt wurde. Um diesen Übergang bewusst zu erleben, trafen sich alle Kinder und Erzieherinnen  im geschmückten Turnraum. Für jede Gruppe war ein bestimmter Platz vorbereitet. Die Kinder nahmen noch bei ihrer bis jetzt zugehörigen Gruppe Platz und warteten gespannt bis ihr Name aufgerufen wurde. Die aufgerufenen Kinder schlüpften, mit ihrem persönlichen Steckbrief in der Hand, durch einen Reifen in der Farbe der zukünftigen Gruppe und alle bejubelten beim Übergang  von jedem einzelnen Kind. Strahlend, Stolz und vom Applaus beflügelt gingen sie auf ihre neue Gruppe zu. Der Steckbrief des Kindes wurde über dem neuen Garderobenschild aufgehängt so dass jeder sehen kann, wer neu in die Gruppe gekommen ist.
Übergänge gehören zum Leben und können Krise als auch Chance bedeuten. Es sind Zeiten, in denen sich Kinder stark weiter entwickeln und Kompetenzen erwerben, von denen sie in späteren Übergängen (z.B. in die Schule) profitieren können. Diese Übergangskompetenzen bedeuten für die Entwicklung  enorm viel, da Übergänge  und Veränderungen das Leben prägen. Jetzt sind die Kinder gefordert, sich in der neuen Situation zu Recht zu finden.  Sie werden in den nächsten Wochen neue Beziehungen aufbauen, die eigene Identität verändern („Ich bin jetzt ein Maxi-Kind) und neue Rollenanforderungen meistern. Wir die Erzieherinnen unterstützen sie dabei und begleiten ihr Wachstum mit Freude und pädagogischer Fachlichkeit. Auch wenn das heißt, dass es erst noch einmal für ein paar Tage zurück in die geschützte Umgebung geht. Beim zweiten Anlauf, mit etwas Mut, klappe es dann bestimmt.

(Bericht und Bilder: Kita Hirschhorn)

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